Ein- / Auslaufstrecken:
Für die meisten der genannten Messverfahren werden Ein- und Auslaufstrecken benötigt. Diese Strecken werden benötigt, um Turbulenzen oder Drall in der Strömung zu verringern oder zu beseitigen.
Diese Turbulenzen können bei mechanischen Zählern, wie Woltmann-Flügelradzählern oder Turbinen zu Lagerschäden führen.
Bei Ultraschalldurchflussmessung, MID, Staudruck... können erhebliche Messfehler auftreten. Diese Messfehler sind jedoch nicht linear und können 100% und mehr betragen.
Daher ist bei der Planung von Messstrecken auf entsprechende Beruhigungslängen zu achten. Im allgemeinen werden 5x Nennweite des Zählers im Einlauf und 3xDN im Auslauf als ausreichend angesehen.
Besondere Einbauten wie Ventile, Pumpen, Nennweitenänderungen, Temperaturfühler, 90° Bögen, T-Stücke, Raumkrümmer (2x90°), Filter, Absperrarmaturen machen zum Teil erhebliche zusätzliche Längen erforderlich, teilweise bis zu 20/30xDN.
Strömungsgleichrichter können diese benötigten Strecken verkürzen, sollten aber nicht direkt vor dem Durchflussmesser montiert werden, da auch Gleichrichter Wirbel erzeugen
. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Bauformen:
- A Wabengleichrichter, + geringer Druckverlust, + gute Richtwirkung, - lange Baulänge, -Kostenaufwändig in grossen Nennweiten
- B Plattengleichrichter, + kurze Baulänge (Zwischenflansch), + Preiswert - rel. hoher Druckverlust, Richtwirkung nicht ganz so gut wie A
Ausnahmen: Die folgenden Messgeräte benötigen keine Beruhigungsstrecken: - Volumenzähler, wie Ringkolben, Ovalrad, Taumelscheibenzähler, Treibschieber-zähler - besondere Flügelradzähler: Mehrstrahl-Flügelradzähler in den Nennweiten DN 15-DN 50 - Massedurchflussmesser
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